Startschuss für die
44. WorldSkills in Abu Dhabi

Im Oktober finden die 44. WorldSkills Berufsweltmeisterschaften in Abu Dhabi statt. Der Kärntner Produktionstechniker Julian Krug tritt im CNC-Fräsen für das Team Austria an und ist für seinen Trainer und Mentor Marco Riepl ein „ganz heißer Tipp“.

Der 20-jährige Produktionstechniker bei Kostwein ist amtierender Staatsmeister im CNC-Fräsen und gilt als engagiert, äußerst professionell und nervenstark. Mit seinem Trainer Marco Riepl bereitet er sich bereits seit Jahresbeginn auf die WorldSkills im Herbst vor. „Mit dem Jahreswechsel begann für uns die Vorbereitungszeit. Wir dürfen keine Zeit verlieren, denn die Anforderungen bei der Weltmeisterschaft sind hoch und vor uns liegt noch einiges an Arbeit“, erklärt Marco Riepl. Für ihn haben solche Veranstaltungen eigene Regeln: „Bundeslehrlingswettbewerbe oder Staatsmeisterschaften sind eine gute Gelegenheit um die eigene Nervenstärke zu testen, aber bei den WorldSkills ist alles größer, lauter und vor allem ist der Druck höher. Allein im CNC-Fräsen treten 25 Nationen an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen Konkurrenz und Prüfer ausblenden können und sich voll auf ihre Arbeit konzentrieren. Daher ist es wichtig, dass alle Handgriffe sitzen.“

Reine Übungssache

Damit alle Handgriffe sitzen hat Marco Riepl mit Julian Krug bereits das Training begonnen. Um bei den WorldSkills vorne dabei sein zu können, warten einige Herausforderungen auf Krug: „Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Messen. Beim Wettbewerb muss Julian mit einem Handmessmittel arbeiten, überprüft wird seine Leistung dann von einer Messmaschine. Wir sprechen hier von Tausendstel Millimeter, die übereinstimmen müssen“, meint Trainer Riepl. Auch beim Ausrichten des Schraubstocks, also der Grundlage der gesamten Arbeit, ist Fingerspitzengefühl und Schnelligkeit gefragt. „Normalerweise braucht man, wenn man gewissenhaft arbeitet und sich Zeit lässt, vier bis fünf Minuten für das Ausrichten des Schraubstocks. Bei den WorldSkills sollte das in unter zwei Minuten klappen. Und Fehler sind dabei nicht erlaubt, denn sonst trägt man sie bei jeder weiteren Tätigkeit mit. Das ist aber reine Übungssache“, ist der Coach überzeugt. Eingewöhnungszeit sollte in der Vorbereitungszeit ebenfalls für die Maschinen eingerechnet werden. Marco Riepl erläutert warum: „Bei der Weltmeisterschaft arbeiten alle Teilnehmer mit dem gleichen System, das extern programmiert wurde. Damit wir mit dieser Software trainieren können spielen wir sie über einen USB-Stick extra auf unsere Maschinen ein.“ Julian Krug profitiert dabei vom Wissen seines Arbeitskollegen Sandro Zupan. Er war bereits Teilnehmer der EuroSkills und sammelte genügend Erfahrung mit dem System. „Sandro hat einige Tipps für Julian parat“, hört man vom Trainer.

Meilensteine und Probeläufe

Marco Riepl, der übrigens vor einigen Tagen als Mentor des Jahres 2016 ausgezeichnet wurde, hat für die Monate bis zu den WorldSkills einen genauen Projektplan erstellt. „Julian ist ehrgeizig und ein heißer Tipp für die Weltmeisterschaft. Er soll eine ideale Vorbereitung genießen, daher habe ich Meilensteine notiert, die wir erreichen möchten. In drei Wochen werden wir beispielsweise erstmals unter Wettbewerbsbedingungen trainieren. Das heißt ich schaffe ähnliche Rahmenbedingungen – Werkzeuge, Zeitvorgaben etc. Dann haben wir einmal den Status quo und können weitertrainieren“, führt Riepl aus. Dass sich das in die tägliche Arbeit integrieren lässt mag man kaum glauben, aber Marco Riepl versichert: „Wir können uns überaus glücklich schätzen, dass solche Wettbewerbe und die Erfolge der Mitarbeiter für unseren Arbeitgeber Kostwein einen so hohen Stellenwert haben. Julian hat andere Teilnehmer, speziell aus anderen Ländern, kennengelernt, die nur in der Freizeit üben können. Da ist die Unterstützung unseres Betriebes gleich noch mehr wert. Im Moment trainieren wir ein bis zwei Tage in der Woche. Je näher der Oktober rückt, desto intensiver wird das Training und da wird sicher auch die Freizeit dafür geopfert. Aber das macht nichts, denn auf so einen wichtigen Event hinzuarbeiten macht nicht nur mir, sondern auch Julian enorm viel Spaß!“

1. Teamtraining zu den
WorldSkills 2017 in Abu Dhabi

40 österreichische Fachkräfte starten in Abu Dhabi
„Herausforderungen wie im Spitzensport“ – Professionalisierung schreitet weiter voran

Linz, 03. März 2017. Mit dem Teamseminar in Linz fällt der Startschuss zur Vorbereitung auf die 44. WorldSkills Berufsweltmeisterschaften. Das Team Austria stellt 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 36 Berufen. Niveau und Professionalisierung steigen stetig an.
Österreich tritt bei den 44. WorldSkills Berufsweltmeisterschaften in Abu Dhabi mit 40 Fachkräften in 36 Berufen an. Insgesamt kämpfen mehr als 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 76 Ländern von 14. bis 19. Oktober in rund 50 Wettbewerben um die begehrten Weltmeistertitel. Am Freitag wurde das österreichische Team im voestalpine Ausbildungszentrum in Linz offiziell vorgestellt.
„Mit acht Medaillen bei WorldSkills 2015 in Sao Paulo und 14 Medaillen bei EuroSkills 2016 in Göteborg haben die Teams der vergangenen beiden Jahre hervorragende Leistungen erbracht“, sagt Martha Schultz, als Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zuständig für SkillsAustria, und ergänzt: „aber wir werden uns gewissenhaft vorbereiten und auch in Abu Dhabi gut abschneiden, davon bin ich überzeugt.“

„Niveau der Bewerbe steigt!”
Johannes Fraiss, offizieller Delegierter von SkillsAustria, betont die steigende Qualität und die stärker werdende Konkurrenz bei den Weltmeisterschaften. „Das sieht man nicht nur an den größeren Teilnehmerfeldern und an der stetig wachsenden Zahl teilnehmender Länder, sondern auch am Niveau der Bewerbe. In den ostasiatischen Ländern beispielsweise haben die Goldmedaillengewinner den Status von Nationalhelden. Die Ausbildung wird bezahlt, die Familie unterstützt. Dementsprechend professionell laufen auch Training und Vorbereitung.“

Um hier mitzuhalten, setzt auch das Team Austria 2017 den nächsten Schritt in Richtung Professionalisierung. Zwei Sportwissenschaftler werden die Fachkräfte während der intensiven Vorbereitungszeit sowie den anstrengenden Wettbewerben vor Ort unterstützen.

„Die Anforderungen während der Wettkampfphase sind durchaus mit Spitzensport vergleichbar. In manchen Bewerben sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer innerhalb der vier Wettbewerbstage über 20 Stunden lang intensiver Belastung ausgesetzt. Regenerationsmaßnahmen, gesunde Ernährung und eine adäquate Vorbereitung sind daher wichtiger denn je“, so Fraiss.

Teambuilding steht hoch im Kurs
Zudem hält das österreichische Team an bewährten Strategien fest. Jeder Fachkraft wird ein Experte für den jeweiligen Beruf zur Seite gestellt, der in der Vorbereitung unterstützt, in fachlicher Hinsicht berät und auf die Herausforderungen des Wettkampfs vorbereitet. Auch gemeinsame Veranstaltungen stehen hoch im Kurs. Bis zum Wettkampf-Start im Oktober stehen neben individuellen Trainings auch Teambuilding-Maßnahmen, Englischkurse oder Medientrainings auf dem Programm.

Über SkillsAustria
SkillsAustria koordiniert als Zentrum für Berufswettbewerbe innerhalb der WKO die Österreichischen Staatsmeisterschaften der Berufe (AustrianSkills), deren Sieger Österreich bei den internationalen Berufsmeisterschaften – EuroSkills und WorldSkills – vertreten. Darüber hinaus ist SkillsAustria für die Vorbereitung und Entsendung des österreichischen Teams zu den internationalen Berufswettbewerben sowie die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Das österreichische Team für WorldSkills 2017 wird von den Wirtschaftskammern Österreichs, dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, dem Bundesministerium für Bildung sowie der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt finanziert. Unterstützt wird das SkillsAustria-Team zusätzlich von workwear engelbert strauss, Schütze Schuhe, Würth, 3M, dem WIFI Österreich sowie der Initiative go-international.

Über WorldSkills
WorldSkills International (WSI) ist eine Organisation mit Sitz in den Niederlanden. Alle zwei Jahre richtet WSI die weltweiten Berufsweltmeisterschaften aus. Ziel dieser internationalen Plattform für Berufe ist es, junge Fachkräfte zu fördern, Technologie-Trends zu promoten und neue, innovative Wege der Berufsbildung zu entwickeln.

Jugendvertrauensrat –
Wir haben gewählt

Am Montag, den 06.03.2017 wurde der Jugendvertrauensrat gewählt. Die Wahl wurde anonym und geheim durchgeführt.

Jeder berechtigte Lehrling füllte einzeln den Stimmzettel in der Wahlkabine aus und warf ihn danach in die Wahlurne. Auch die Lehrlinge, die sich momentan in der Berufsschule befinden, konnten ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Der Wahlvorstand zählte mit zwei Mitgliedern der Gewerkschaft die Stimmzettel aus.

Das Wahlergebnis:

Von 56 Wahlberechtigten wurden 46 Stimmen abgegeben. Davon waren 6 ungültig.

Wir gratulieren recht herzlich unserem neuen Jugendvertrauensrat, bestehend aus:

Chiara Schoby, Manuel Graser, Phillip Schuster, Michael Lackner, Sabine Lex, Lukas Sperdin, Marcel Pröll und Dominik Jozefowicz